02.03.2009, 00:34
Blackboxblood Abwesend
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Betreff: Der Trojana Cou Kapitel 4
Kapitel 4

Das Wasser spritzte über ihren Körper. Schon in dem Moment als Ivon, an diesem Morgen, die Augen öffnete drehten sich ihre Gedanken nur noch um die kuriose Nachricht die sie gestern Abend in Ihrem Anrufbeantworter vorfand. Während der Strahl des Duschkopfes ihr Haar vom Shampoo befreite, spürte sie wie der Nebel in ihren Gedanken langsam verflog und sich ihr Verstand wieder zu einem klaren Muster zusammenpuzzelte. Sie dachte an die wenigen Segmente des Rätsels der sie einer Bedeutung zuordnen konnte. Nachdem sie den Text am gestrigen Abend nach erneutem Hören aufgeschrieben hatte, ging sie ihn noch mal systematisch Zeile für Zeile durch:

Vom Strand der schwarzen Rossen
Fliegt die Brieftaube als boten

Mit der schwarzen Rose war sie selbst gemeint, soviel stand fest. Doch weshalb das Plural? Hmmm. Vom Strand, damit kann nur mein jetziger Standort gemeint sein. Obwohl ein Strand auch oft ein Synonym für einen Ort ist, denn man endlich erreichen möchte oder nach langem Kämpfen erreicht hat. Doch hier verhält es sich so ähnlich wie mit der zweiten Zeile.
>> Ich soll also einen Boten oder einen Lieferanten für irgendetwas schicken<<, dachte Ivon. Doch dann wurde es ihr klar: Sie sollte selber als Botin Fungieren. Denn später in dem Text hieß es:

Kehr noch nicht um warte auf das Ungeheuer.

Hier wurde sie direkt angesprochen. Aber welches Ungeheuer? Die ganze Nachricht war alles andere als Beruhigend. Irgendwie passte Ivon das ganze und gar nicht. Warum kam der Onkel nicht persönlich mit seinem Anliegen zu ihr? Es war schon lange Zeit her, seit sie den Onkel das letzte Mal gesehen hatte. Kurz nach seiner Inhaftierung hatte sie ihn mit einer Tasche voller CDs, Bücher, Süßkram und einer Stange Zigaretten besucht. Auch einen kleinen Batzen Bargeld hatte sie für ihn mitgenommen. Doch anstatt, das er sich gefreute hätte sie zu sehen, hat er sie nur beschimpfte und weg geschickt. Er fragte was ihr den einfiele ihn besuchen zu kommen und er sagte, dass sie ihm weder etwas zuschicken, noch dass sie ihn sonst auf irgendeine anderen Art und Weise belästigen sollte. Und nun wollte er auch noch tatsächlich, aus heiterem Himmel, dass sie den Laufboten für ihn spielt. Ivon kniff wütend Augenbrauen zusammen, während sie sich mit dem Handtuch den Rücken abschrubte.
Es war Sonntagmorgen und der trübe Himmel der sie müde aus dem Fenster ansah, glich ihrer mulmigen Laune. Besorgt dachte sie daran, dass sich später noch mit einem Ihrer Kunden treffen müsste. Und da Silvester vor der Tür stand, bestellte dieser auch etwas mehr als sonst üblich. Und die Geschichte mit dem Onkel sah nach zusätzlichem Ärger aus.
Sie blickte Nochmals auf den Zettel der noch immer auf ihrem Wohnzimmer Tisch lag.

Sie nicht in den Mond
Um viertel Eins folgen die Sterne dem Mond

Damit konnte sie nun überhaupt nichts anfangen. Ok, Um viertel Eins muss wohl viertel vor eins sein, doch was soll das mit dem Mond. Und vor allem sie nicht in den Mond. Ivon überlegte.
Ihr kam in den Sinn wie sie eines Abends als, sie noch beim Onkel gewohnt hatte, mit ihm das Abendprogramm im Fernsehen verfolgte und er ihr urplötzlich die Fragte stellte:
>>Woran denkst du wenn ich das Wort Dreieck sage. <<
>> Ich denke an ein Dreieck. Ein geometrisches Dreieck das auf ein Blatt Papier gezeichnet wurde. <<
>> Und was noch. <<
>> Worauf willst du hinaus? <<
>> Was ist ein Dreieck? <<
Ivon runzelte die Stirn, war jedoch entschlossen die richtige antwort finden zu wollen.
>> Eine Verbindung von drei Graden. <<
>> Und an was denkst du noch <<
Es musste etwas anderes gemeint sein.
>> Ein Zipfel? <<
Der Onkel gab keine Reaktion von sich.
>> Das Bermudadreieck? <<
>> Denk weiter. <<
>> Ein Warndreieck? Das Dreieckstuch? <<
>> Was kennst du noch für Dreiecke? <<
>> Die Pyramiden? Zelte? Eine Dreiecksbeziehung? <<
>> Aber das ist doch kein Dreieck. <<
>> Doch aber kein Optisches. <<
>> Dann ist die Dreifaltigkeit auch ein Dreieck. <<
>> Im Prinzip schon. <<
>> Wieso? <<
>> Naja, sie sind ja verbunden wie die Graden bei einem Dreieck. <<
>> Gut, und was sind Drei Ecken? <<
>> Dreiecke. <<
>> Beide lachten. <<
>> Richtig. Vater Mutter und Kind sind auch ein Dreieck oder? <<
>>Könnte man so sehen. <<
>> Und was ist mit Polizei, Rettungswagen, und Feuerwehr? <<
>> Auch irgendwie. <<
>> Ok, doch es gibt noch andere Dreiecke. Zum Beispiel die Playtaste an deinem CD Player. Oder ein V. Das ist ebenfalls ein Dreieck. Genau so wie das, ist Größer als, ist kleiner als, Zeichen ><. Es gibt überall Dreiecke.
Doch die frage war woran denkst du? <<
Ivon überlegte einen Moment und zuckte dann mit den Schultern.
>> Du sagtest Geometrie. Wie ist es mit dem Satz des Pythagoras? <<
Langsam dämmerte ihr worauf er hinauswollte.
>> Sagt man nicht auch: Ich spring gleich im Dreieck? <<
Doch bei den Überlegungen die sie über den Mond anstellte lief sie im Kreis. Mond, Luna, Mondsüchtig, Mann im Mond? Hmmm, Währ eine Möglichkeit. Doch wer soll das sein? Vielleicht das Ungeheuer? Nein. Mondlicht, Mondlandung, Verschwörungstheorien Neumond, Vollmond, Werwölfe….. passt zum Monster doch irgendwie ergibt es keinen Sinn. Halbmond, Sichel, Kuhhörner, Sensenmann….. nein das war zu weit gedacht. Die Türkische Flagge, Moonwalker, Michal Jackson, Mist rein gar nichts brachte sie hier weiter. Was gibt es noch? Mondfinsternis, Sonnenfinsteniss, die dunkle Seite des Mondes, Ebbe und Flut… das könnte was mit dem Strand zu tun haben. Ok, das merke ich mir schon mal. Mondgöttin, Kelten, anderer Kulturen, Agypten, Isismond… ISIS! Das könnte was sein. In dem Text kam auch noch was mit Kleopatra vor! Das muss ich gleich mal nachschlagen.

Noten höchsten Sinnes klingen in den Ohren.

>>Könnte damit eine Melodie oder so was Gemeint sein? Scheiße, das ist wirklich verdammt schwer. <<
Als sie sich grade das große Lexikon aus dem Regal holen wollte klingelte es an der Tür.
>>Wer ist das denn jetzt? <<
Schnell lies sie den Zettel zwischen den Seiten eines Buches verschwinden und ging an die Türe.
>> Ja Hallo? <<
>> Mach auf mein Schatz. Hier ist deine Mutter<<
Ivon seufzte genervt während sie ihr auf drückte. Dann geriet sie plötzlich in Hektik. Denn auf einmal bemerkte sie, dass es schon halb zwölf war und sie sich um 13:00 Uhr mit ihrem Kunden treffen musste. Das Problem war, sie brauchte mindestens eine halbe Stunde bis dorthin und sie hatte dass Pep noch gar nicht abgepackt. Sie sprintete in die Küche und nahm denn, extra aus dem Bunker in die Wohnung geholten, dicken Klumpen Pep aus dem Kühlschrank und verdeckte es unter einem Oberteil hinter ihrem Paravent. Da sie nur eine Ein- Zimmerwohnung hatte, war er direkt vor der Ecke in der auch ihr Bett stand aufgebaut.
Dann Klopfte es an der Tür.
>> Moment Mama. <<
Schnell holte sie eine Rolle Plastiktüten und ein Messer aus der Küche hinzu um es ebenfalls hinter dem Paravent zu verbergen dabei Steckte sich noch hastig eine rolle Tesa in ihre Hosentasche. Nachdem sie alles hinter ihrer Umkleidewand sorgfältig unsichtbar gemacht hatte, öffnete sie ihrer Mutter die Wohnungstüre.
>> Na wie geht’ s dir den mein Schatz? <<
>> Kommtest du nicht vorher anrufen? << , blaffte Ivon ihre Mutter an.
>> Das hab ich doch, ich hab dir ne Nachricht auf’s Band gesprochen, aber du hast nicht zurück gerufen. Komm ich etwa ungünstig? Du hast hier doch wohl keinen Mann versteckt oder? <<
Ihre blicke ging suchend durch den Raum.
>> Mama! <<
>> Ist ja gut, ist ja gut. <<
>> Setz dich doch erst mal. Möchtest du einen Kaffe? <<
>> Ja gerne <<
Während ihr Mutter ihre Jacke an der Gadrobe auf hing, ging Ivon in die Küche um den Kaffe auf zu setzen.
>> Ich hab aber wirklich nicht viel Zeit, ich bin um eins mit einer Freundin verabredet. <<
>> Ist schon ok. Ich wollte nur mal wieder was von dir hören. Wir können dann zusammen gehen, ich muss sowieso noch was Einkaufen. Du nimmst aber mit deinen Freunden doch wohl nicht wieder diese Drogen oder Ivon? <<
>> Musst du immer wieder damit anfangen! Das ist doch schon so lange her. <<
>> Ich mach mir aber eben immer noch sorgen. Wo du damals von der Schule geflogen bist…
>> Mutter, es ist gut. Ok. <<
>> Du hast ja recht. Ich bin froh, dass du jetzt endlich einen geregelten Tagesablauf und einen vernünftigen Job hast. <<
>> Und wie läuft es bei dir? <<
>>Och das übliche, nichts Neues. <<
>> Ach Gott, ich hab mich ja noch gar nicht umgezogen und wir wollten doch noch in die Stadt. Warte ich mach dir solange den Fernseher an. Damit dir nicht so langweilig ist. <<
>> Na gut. <<
Ivon schaltete den Fernseher an. Der Kaffe lief noch. So wie geht’s jetzt weiter überlegte sie für einen Moment.
>> Riechst du das auch? Hier stinkt irgendwas? , sagte Ivon.
>> Ist was nicht in Ordnung? Also ich riech nichts. <<
>> Ich schon. <<
Ihre Mutter schaute Ivon iriteiert dabei zu wie sie hin und her lief und jede Ecke skeptisch mit ihrer Nase prüfte.
>> Hier ist nichts. <<
>> Komisch, ich hol mal das Airspray aus der Toilette. <<
>> Du hast sie ja nicht mehr alle. << , meinet ihre Mutter lachend
Ivonne stellte sich vor ihr Bett und Sprühte, mit einem langen druck auf den Knopf der Spraydose, den Raum ein.
Ihre Mutter hustete und wedelte sich den Geruch vom Gesicht weg.
>> Also wenn du mich los werden willst, musst du mich ja nicht gleich vergasen. <<
>> Nein, nein Mama. Aber es richt hier irgendwie nach toter Katze <<
Ivon wusste das ihre Mutter den Amphetamin Geruch nicht erkennen würde wenn sie den dicken Stein aus seiner Verpackung holte. Doch sie würde bemerken, dass hier irgendetwas plötzlich seltsam riecht und sie könnte neugierig werden.
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Kapietel noch nicht zu ende.
Das Wort ist so Mächtig, das die ganze Menschen dieser Welt es nicht aufhalten können.
One
 

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