Betreff: Re: Wunderschöne Puppe
Hallo Bbb,
Vor allem anderen erstmal Korrektur:
Zitat:Wunderschöne Puppe
Rotes Haar, Wüstenleben lang, wie die Dünen wehen im Spätwind
Blicke von ihr dunkel wie Nacht, Airen [Arien?]enthüllter Sinn
Schön du verzaubernde Geisha bist [diese Satzumstellung ist sehr Yoda-Sprech], Haut aus Schneekristall mich schwitzt
Tanzen, wie sanft in der Geiststadt, als vermählten wir uns [der vollständige Satz wäre wohl: "als ob wir sacht uns vermählten", Du kannst das Dativobjekt[uns] in diesem Fall nur schlecht weglassen] sacht.
Ohren so Tief wie der Ozean weit, und nichts was ich mach' das
t[kein h]ut dir Leid, verzeiht, doch Liebessang ist ihr Nam' den ich lieb
Leid nie von ihr und wer schenkt verwelkter Ros'; Chüsse [Meinst Du Schüsse oder Küsse?] von Glut?
Dass ich ihren Leichna[ohne h]m, Schändenfreud, meine Puppe [Komma oder Gedankenstrich] mein Mut.
So weiß nicht, ob das alles war, aber das Gröbste dürfte weg sein.
Zur Metrik kann ich leider nicht viel sagen, damit kenne ich mich nicht gut genug aus.
Ein Vorschlag noch: trenn doch den Teil, der nicht mehr zum Gedicht gehört ab (entweder mit dem BBCode
[hr] oder mit Unterstrichen), ich dachte erst einen kurzen Moment, dass das zum Gedicht gehörte.
Die vielen Umstellungen haben dem Gedicht leider nicht so gut getan.
So nun zum Eigentlichen: dem Inhalt.
Der Titel zog mich an, weil ich die Thematik der Puppen, des automatisierten Körpers, etc. in der Literatur ohnehin reizvoll finde.
Die Metaphorik die Du verwendest ist großartig und bleibt sich in den semantischen Bezügen nah ohne wiederholend zu wirken.
Ich habe den Text auch mal (mit einigen Umstellungen) laut gelesen und muss sagen, dass es Dir gelungen ist auch den phonetischen Aspekt nicht zu vernachlässigen.
Die letzte Zeile ist leider die, welche syntaktisch am wenigstens Sinn ergibt. Hier war ich mir auch nicht sicher, ob du das 'H' im Leichnam nicht sogar absichtlich gesetzt hast - um noch ein Verb (das der Zeile sonst fehlt) einzubringen. Also "Dass ich ihren Leichnam nahm, ...".
Die Thematik an sich, bzw. was ich rauslese, der tote Leib einer jungen, schönen Frau, im Leben wie im Tode nur Gelüsten dienend, ist sehr reizvoll umgesetzt.
Das Ganze hat etwas Skurriles, beängstigend, klamm und trotzdem ästhetisch.
Also: Rechtschreibung/Grammatik korrigieren, ansonsten ein wirklich gelungenes und starkes Gedicht, das ich sehr gerne las und wohl auch wieder lesen werde.
Liebe Grüße,
Ravna
"Itazura ni jikan ga furitsumotte yuku
Dare nimo hitoshiku furitsumoru yuki no youni hai no youni"
[aus: Mucc - Haribote no otona]